Mittwoch, 23. Februar 2011

Ayers Rock (Uluru) & Kata Tjuta (Olgas), Teil 2 aus dem Outback!

Hier sind wir schon wieder....resp. haben wir noch keine gute Internetverbindung hier im Busch gefunden, deshalb hier bereits unsere Erlebnisse beim Ayers Rock...
Auf der Strasse Richtung Ayers Rock war doch etwas mehr Betrieb. War etwas ungewohnt auf einmal zu viele Autos zu kreuzen und zu winken ;-) Aber ich denken, dass wir Glück hatten und nicht in der Hauptsaison dort hin “mussten”...will ja nicht wissen, was dann für ein Betrieb ist.
Als wir das so gefahren sind, entdeckten wir auf einmal einen Berg weit von uns entfernt und wir waren natürlich der vollen Überzeugung, dass dies bereits der Ayers Rock sein muss....waren ja bereits vom Ayers Rock Fieber angesteckt. Es stellte sich dann aber heraus, dass dieser Berg der Mount Conner ist. Etwa 350m hoch und steht da einfach so im nichts. :-) Bis zum Ayers Rock waren es jetzt etwa noch gute 120 Kilometer.



Und dann endlich konnten wir ihn sehen! Bis jetzt nur immer auf Postkarten und anderen Bildern und jetzt live vor uns! Wow!



Wir suchten uns aber zuerst einen Schlafplatz bevor wir uns auf dem Weg zum Berg machten. Natürlich checkten wir auf dem Campingplatz ein, denn ein Bett in einem der Hotels kostet im Durchschnitt um die 300 Dollar pro Nacht. Wir wollens ja nicht übertreiben!
Alle Übernachtungs-, Shopping- und Tankmöglichkeiten befinden sich im Ayers Rock Resort. Alles hat seinen Preis hier und ist natürlich für die Touristen ausgerichtet, welche sich das berühmte Naturwunder von Australien ansehen wollen.
Es war dann so gegen 16.00 Uhr, als wir uns auch auf den Weg in den Nationalpark resp. Ayers Rock machen. Eintritt muss man natürlich auch bezahlen....25 Dollar pro Person, aber ist für 3 Tage gültig. (Weiss nicht, was man so lange hier machen soll.... ;-)) Wir sind dann los gefahren zum Hauptparkplatz, von wo man verschiedene Wanderungen machen kann. Da es schon etwas spät war, entschieden wir uns einfach für einen 2km Weg den “Mala Walk”. Dieser führt Mala Puta und zur Kantju Gorge.
Der Ayers Rock hat noch immer traditionnelle Eigentümer....ein aboriginal Volk, dass sich Anangu nennt und den Ayers Rock “Uluru”. Am 26. Oktober 1985 wurde die Eigentumsurkunde des Ayers Rock und Kata Tjuta an die Anangu zurückübertragen und diese haben das Land nun für 99 Jahre an die australische Regierung verpachtet.
Die Anangu führen immer noch Zeremonie am den beiden Bergen durch und während dieser Zeit haben Touristen keinen Zugang. Mala Puta ist zum Beispiel auch eine heilige Stätte und darf weder betreten noch fotografiert werden. (Busse bis zu 5000 Dollar) Wir haben uns natürlich an die Regeln gehalten und haben niemanden gestört.
Der Uluru ist schon ganz speziell, wenn man ihn von der Nähe betrachtet. Kein Berg, wie wir es von der Schweiz kennen. Sein “Körper” besteht aus einer Art verschiedener Schichten, welche aufeinander Liegen und er hat auch viele Löchter und Höhlen. Wir haben uns so gedacht, dass vermutlich Wasser den Uluru so geformt hat und dem ist auch so....vor vielen Millionen Jahren bestand Australien aus 2 Teilen und in der Mitte des jetzigen Landes war Wasser und das ist auch der Standort des Ayers Rock und den Olgas.
Nach unserem Walk zur Kantju Gorge machten wir uns noch auf dem Weg zum Mutitjulu Waterhole und dann war des dann schon langsam Zeit für den Sonnenuntergang. Es gibt extra einen Parklplatz um den Uluru beim Sonnenunterang zu bestaunen. Wenn man Glück hat wir er von der Sonne angeschienen und erläuchtet dann in diesem Rot, wie man es von den Bildern kennt.
Bei uns war ein Gewitter im Anmarsch und die Sonne von Wolken bedeckt, aber wir genossen trotzdem den Anblick vom Uluru mit einem Picknick und bevors dann mit dem Gewitter und Regen los ging, lagen wir bereits im Bette. 




Wir wollten ja dann früh wieder aufstehen für den Sonnenaufgang. :-)




Die Wolken vom Gewitter hatten sich dann aber doch noch nicht ganz verzogen am Morgen, aber dafür sahen wir eine Herde Kamele vor dem Ayers Rock spazieren. Und für heute wollten wir uns ja Kata Tjuta (die Olgas) ansehen.
Dieser Berg besteht aus 36 steilwandingen Kuppen und Kata Tjuta bedeutet übersetzt viele Köpfe. Also der Berg der 36 Köpfe :-) Wandern hier ist etwas gefährlicher, da man über Steine und Geröll laufen muss und alles nass war vom Regen von letzter Nacht. Wir entschieden uns dann für einen Walk zur Walpa Gorge und waren sozusagen alleine unterwegs und konnten so den Berg so richtig geniessen. Es war ziemlich früh am Morgen, der Himmel etwas bedeckt und nicht heiss. Eher frisch, aber richtig angenehm um ein bisschen zu wander und das es auch immer windete ware keine Fliegen da.
Ich sage es euch....so viele Fliegen, wie hier am Ayers Rock und Kata Tjuta habe ich ja noch nie gesehen...und vor allem fliegen einem die Viecher nur immer in die Ohren, Nase und Mund. Aber wir hatten vorgesorg und Fliegennetze gekauft und uns diese über den Kopf gezogen....sah zwar doof aus, aber alle ohne Netz, waren etwas neidisch und hatten schon Muskelkater vom Fliegen weg wedeln! :-)



Nachdem wir die Olgas besichtigt hatten, beschlossen wir wieder aufzubrechen....wir hätten natürlich noch 2 Tage bleiben können und weitere 3000 Bilder von den Bergen machen, aber wir wollen auch ja nicht langweilen mit unseren Fotos :-)



Unsere Route führt uns jetzt in den Süden Richtung Adelaide. Wir fahren täglich um die 300 – 400 Kilometer und nach dem Ayers Rock kamen wir bis nach Kulgera. Ein Rasthaus mit sprechender Tankstelle! Sobald man dort auf den Platz fährt und tankt, ertönen aus einem Lautsprecher Anweisungen, was man nun machen muss: “Sie haben für 57 Dollar 30 Cent getankt, bitte kommen sie in den Shop um zu bezahlen, danke!” Der Besitzerin ist glaube ich etwas langweilig und so hat sich auch gleich alles unter Kontrolle und jeder weiss was zu machen ist! :-) Wir blieben eine Nacht dort und fuhren dann weiter nach Coober Pedy.
Diese Stadt ist bekannt für den Abbau von Opal! Und ca. 10 Kilometer vor der Stadt ist auch alles schon einmal umgebuddelt wurden....überall Erdhügel und Absperrungen, das sich dort unterhalb Minen befinden mit unbedeckten Schächten in die man reinfallen könnte. Dort angekommen, haben wir natürlich gleich so einem Mine besichtigt. Diese Mine ist noch aktiv (war aber niemand am arbeiten) und man bekam einen Eindruck wie das so läuft in einer Mine. Maxie war gleich in ihrem Element und hätte am liebsten los gemacht mit Pickel und Schaufel. Wir durten dann aber draussen noch einen Steinhügel durchwühlen und uns auf die Suche nach Opal machen. Bis auf ein paar kleine Stücke, haben wir nicht wirklich wertvolle gefunden. Es kommt ja darauf an, wie viele Farben der Stein hat...je mehr, um so wertvoller und wenn er schwarz mit Farb ist, aufhören zu arbeiten! :-) Schwarz Opal ist der wertvollste von Allen.
Danach haben wir den Campingplatz gesucht und für eine Nacht gebucht und natürlich haben wir auch wieder das Ehepaar aus Perth angetroffen. :-) Ansonsten ist in Cooper Pedy nicht wirklich viel los....es wird hier ab und zu mal wieder ein Film gedreht, wenn es eine Szene im Nichts braucht. :-) Die Stadt lebt wirklich nur vom Opal und den kann man auch an jeder Ecke kaufen. Maxie hat sich auch eingedeckt und einen kleinen Anhänger gekauft. Denke so günstig, bekommt man den nicht wieder und sie hat ihn bei einem kleinen Chinesen gekauft, der zusammen mit einem Typ aus Ungarn seine eigene Mine hinterm Haus hat. :-)
Am nächsten Tag sind wir dann weiters gefahren Richtung Port Augusta. Eigentlich wollten wir in der Mitte der Strecke noch halten, aber es war einfach zu ausgestorben, dass wir gestern 530 Kilometer gefahren sind und jetzt in Port Augusta sind.
Mal schauen, was wir hier so alles entdecken können...wir melden uns wieder!
Liebe Grüsse
Barbara & Maxie
PS. Kilometerstand am 24.02.2011 4404.4 km - dieses Land ist einfach riesengross!!

Im australischen Outback

Hallo ihr Lieben!
Nun sind wir schon mehr als 2 Wochen in Australien und haben bereits schon 3000 Kilometer auf dem Tacho.
Gelandet sind wir in Sydney wo wir nach langem Schlange stehen dann endlich unsere Koffer wieder aufgeben konnten für den Inlandflug nach Cairns. Dort angekommen haben wir eine Nacht in einem Hostel verbracht und am nächsten Tag dann unser kleines orangenes Camping-Mobil abgeholt. Wir sind gut ausgestattet, haben zwei kleine Koch-Platten, und das ganze Küchen-Set, zwei Camping-Stühle mit einem Tisch und sogar einen DVD Player und einen mini Kühlschrank. Die zwei letzten Sachen laufen von der zweiten Batterie welche aber nur 2h hält, wenn sie voll ist.
Wir sind dann von Cairns aus nach Palm Cove, was sich als Luxus Ferienziel heruasgestellt hat. Der Campingplatz war aber leider ganz schlecht ausgestattet, aber wir haben dort mal unsere erste Nacht verbracht, welche leider recht nass war. Die Ostküste hatte es ja kurz vorher mit dem heftigen Sturm so schlimm getroffen und es hatte dann doch immer viel geregnet. Deshalb hatten wir uns dann entschlossen unsere Route ins Landesinnere zu planen.
So schnell sind wir aber von diesem Campingplatz nicht weg gekommen...Batterie platt. Da wir weder den Kühlschrank noch den DVD Player an hatten, wussten wir gar nicht was das soll... wir konnten dann aber ein Camper auftreiben der uns mit seinem Überbrückungskabel geholfen hat... sind dann gleich mal 4h am Stück gefahren, damit das nicht nochmal passiert. (Wahrscheinlich wurde uns das Auto nicht mit voller Batterie übergeben – vielen Dank an dieser Stelle an unseren Vermieter)
Wir dann via Atherton Richtung Townsville gefahren. In Atherton haben wir einen Bauernhof besucht, wo ein ausgewanderter Schweizer wohnt, der käsert. Natürlich mussten wir uns gleich ein leckeres Stückchen Tisister Käse kaufen und haben Milchanlagen aus Chur bewundert.
Auf dem Weg nach Townsville haben wir dann doch noch viel von der Verwüstung des Zyklon Yase zu Gesicht bekommen. Abgedeckte Häuser, umgeknickte Bäume und Schilder und ganz schlimm hat es ja die Bananen Plantagen getoffen, da ist 85% vom ganzen Australischen-Bestand zerstört.

Nach Townsville machten wir uns auf den Weg ins Landesinnere...ins Outback und es wurde immer wie ruhiger und einsamer, was uns aber richtig gut gefällt. Die Strassen gehen immer gerade aus und die Landschaft verändert sich ständig...zwar minim, aber es sieht doch jeden Tag etwas anders aus.
In Charters Tower sind wir in eine alte Gold-Mine und haben nebenbei noch viel von der Australischen-Geschichte von unsrem Führer erfahren. Das war so ein pansionierter Opa, der aber in Australien geboren wurde (Irische Eltern), so haben wir mitgekriegt, dass die Regierung vor 60 Jahren viele Aborigini Kinder eingesammelt hat und in der Zivilisation “verteilt” hat (zu weissen Familien oder in Heime). Unser Guide Geoff ist dann mit ganz vielen Aborigini Kindern zur Schule und diese Generation hat sich dann auch vermischt und ist gebildet. (Was man von solchen Massnahmen hält ist natürlich jedem seine Sache), aber die Aboriginis die wir hier sehen, sitzen wirklich nur vor den Alkohol-Läden rum und machen den lieben langen Tag überhaupt nichts und sind zudem sogar total unfreundlich und benehmen sich wirklich recht wild im Supermarkt oder sonst wo...sitzen oder liegen im Dreck und wissen nichts mit sich anzufangen und kriegen vom Staat wöchentlich 500 $ dafür.
Nun gut, das ist wohl ein Thema für sich mit den Abos...
Wir sind dann mal wieder in einer grösseren Stadt angekommen, Mount Isa. Da kommt man so aus dem “Nichts” und dann steht da ein Riesen Bergwerke in der Stadt und es ist ein getummel auf den Strassen.
War schon komisch auf den ersten Blick. Haben zwei Nächte dort verbracht und uns wieder eingedeckt im Einkaufscenter und haben ziemlich geschwitzt...37 Grad. Ansonsten gabs dort nicht viel zusehen...die meisten Arbeiter im Werk waren Chinesen oder Philiphiner und den ihre Frauen haben dann entweder im Einkaufscenter an der Kasse oder im Mc Donnalds gearbeitet.

Von dort aus sind wir richtung Cluncurry wo wir uns das Museum von den “Flying Doctors” angeschaut haben. John Flynn hatte diese Idee 1919 und konnte sie dann mit viel Wille und Hilfe von Freunden und der Kirche umsetzen. Die Flying Doctors ist eine Organisation, welche Australien oder vor allem eben das Outback mit Medizinischer-Unterstützung abdeckt. Hilfe kann heute via Telefon oder Funk angefordert werden und je nachdem fliegen die Doctors dann los. Das ist schon eine echt gute Sache, denn die Distanzen sind hier enorm. Wenn wirklich was ist, wär man ja sonst aufgeschmissen, wenn das nächste Krankenhaus 600km weg ist.
Auf unserem Wg nach Alice Springs sind wir an den “Devil's Marbel” vorbeigekommen. Das sind so runde Sandstein-Felsen die einfach plötzlich so in der Landschaft stehen und doch noch rechte Ausmasse haben. 

Wir waren sehr beeindruckt davon, was man ehrlich gesagt, von Alice Springs nicht behaupten kann, hier gibts nicht viel zu sehen. Das Städtchen ist recht klein und überall lungern die Aboriginis rum. Da muss man sich wieder erstmal dran gewöhnen.
Wir haben uns so Gymnastik-Bänder gekauft und machen jetzt jeden Tag früh, wenn es noch nicht zu heiss ist unsere Übungen...meistens brennt um 9.00 Uhr bereits die Sonne und Abends ist es auch immer noch warm bis Mitternacht. Eigentlich schwitzt man 24h lang :-)
Seid 4 Campingplätzen sind wir immer mit einem Ehepaar aus Perth zusammen. Sie haben fast das gleiche Tempo wie wir und man hat sich dann immer wieder getroffen.

Nach 2 Tagen in Alice Springs sind wir aufgebrochen zum Highligth unserer Outback-Tour, dem “Ayers Rock” und “The Olgas”.
So, das waren unsere ersten News aus dem Busch, uns gefällts wirklich sehr gut.. man hat seine Ruhe, kann allen Gedanken nachhängen, oder gucken wie sich die Wolken verändern, viele frische Düfte wahr nehmen und auch farbenbrächtige Papageien bewundern...Kängurus haben wir bis jetzt nur 2 gesehen...die machen sich etwas rar ;-)
Bis bald und liebe Grüsse von uns 2.
PS. Fliegendes Schwein mit Flügeln :-)

Montag, 7. Februar 2011

3. Teil - San Francisco - unsere Stadt!


Wenn wir auswandern müsste....wir wüssten wohin :-)
Für 5 Nächte haben wir im Hotel California in der Nähe des Union Square unser Zimmer bezogen. Die Lage des Hotels war optimals, so konnten wir viel zu Fuss erkunden. Am ersten Tag haben wir uns dann aber doch für eine Hop-on/Hop-off Sightseeing Tour per Bus entschieden. Das Gute war, dass die Tickets 48h gültig waren und 4 verschiedene Touren angeboten wurden. So konnte man wirklich alles von der Stadt besichtigen.
Ein Highlight war natürlich die Golden Gate Bridge...bekannt von vielen Bildern und jetzt endlich einmal live erleben. Ulrich fuhr uns mit seinem rotem Ohne-Dach-Bus über die Brücke zum ultimativen Mach-Super-Foto-von-der-Brücke-Punkt und danach nach Sausalito. Ein Ort im dem viele Reiche wohnen....vor allem Dichter und Autoren. Die Häuser und die Boote im Hafen waren schon ganz schön :-)
Natürlich haben wir auch den Pier 39 mit seinen bekannten Bewohnern den Seelöwen besucht. Es stand dort geschrieben, dass die Seelöwen von ganz alleine in diesen Pier gekommen sind und einen Teil der Anlegeplätze beschlagnahmt haben. Seit 20 Jahren hausen sie nun dort und sind geschützt vor Killerwalen und Haien. Mittlerweile haben sie auch ihr eigenes Revier bekommen und können sich tagein, tagaus in der Sonne baden. Ich könnte den Viechern stundenlang zuschauen :-)
Zu meinem Geburtstag haben wir es dann gemütlich genommen. Lecker Frühstück, etwas Shopping, etwas Sightseeing, etwas bummeln, etwas essen, etwas trinken und dann war der Tag auch wieder rum. Habe es genossen! :-)


Jetzt stand eigentlich nur noch ein richtiges Highlight an....ein NBA Basketball Game! Per Internet haben wir uns schon vorgänging Tickets besorgt und es gibt also auch günstige Kategorien. So gleich am Spielfeldrand kosten ein Ticket gerne um die 400 US$, aber weiter oben kriegt man die Tickets auch für 50 US$. Es spielten die Golden State Warriors gegen die Milwaukee Bucks. Die Warriors sind das Team von San Francisco/Oakland, also war klar wen wir unterstützen mussten! Und siehe da...die Warriors haben mit 100:94 gewonnen. War gegen Ende doch noch knapp geworden und hat ein paar Nerven gekostet. Obwohl wir Hockey noch immer bevorzugen, war es trotzdem ein tolles Erlebniss und die Amerikaner können ganz schön abgehen, wenn es denn sein muss. :-)


Ach ja, beinahe vergessen...San Francisco ist ja auch noch bekannt für die Cable Cars. Wir haben uns die Fahrt mit diesem altertümlichen ÖV-Mittel für den allerletzen Abend aufgehoben, bevor wir an den Flughafen für Australien müssen. Und natürlich wollten wir die längste Strecke fahren von der Jefferson zur Powell Street. Bei der Haltestelle war schon eine riesen Schlange und die Leute waren schon seit 1 Std. am anstehen. Da nach jedem 2. Block eine Halstestelle ist, sind wir ein bisschen hochgelaufen und es waren nur 6 Leute vor uns und 6 Leute hinter uns in der Schlange. Der Cable Car kam, klingelte, alle rannten los, stiegen auf und wir entschieden uns für die nächste Bahn. Guter Entscheid oder auch nicht....nach der erwähnten Haltestelle kommt ein Hügel mit ziemlicher Steigung. 1. Anlauf – Cable Car scheitert, 2. Anlauf – Cable Car kommt bis in die Hälfte und danach bricht das ganze System zusammen....wir wollten noch auf eine andere Linie umsteigen, aber wenn ein Car stecken bleibt, dann geht da gar nichts mehr “Cable Down”. Also sind wir anstelle von Cable Car, Cable Car Ersatzbus gefahren....war auch toll :-)
Nach diesem Erfolgserlebniss machten wir uns dann auf an den Flughafen, denn unser Flug ging um 23.00 Uhr Richtung Sydney und danach weiter nach Cairns und genau dort sind wir jetzt :-) Und keine Angst, Cairns wurde vom Zyklon wirklich beinahe nicht getroffen...alle hier hatten grosses Glück und waren schon auf das Schlimmste vorbereitet.
Wir werden uns wieder melden, wenn wir Down Under etwas erkundet haben! :-)
Machts gut und liebe Grüsse
Barbara & Maxie

2. Teil - Campeche - idyllisches Städtchen

Campeche hat unser Herz erobert. Das kleine Städtchen am Golf von Mexiko hat einen ganz eigenen Charme und ist sehr gepflegt. Überall bunte Häuser, viele Kirchen und Pflaster-Stein Strassen. Teile der alten Stadtmauer sind auch noch erhalten, denn Campeche wurde früher immer wieder von Piraten heimgesucht und ausgeplündert. Irgendwann wurde dies den Einwohnern aber zu bunt und sie entschlossen sich einen Stadtmauer zur eigenen Verteidigung zu bauen. Zusätzlich haben sich auch noch Schiffe vor der Küste platziert und mit stündlichen Glockenschlägen Signale von Land zu Wasser gegeben, um die Lage zu überprüfen. Das System muss funktioniert haben, denn wir haben keine Piraten mehr angetroffen.
Eingecheckt haben wir im Hotel Lopez. Ein 3-Sterne Hotel, welches nur zu empfehlen ist. Sehr schöne, moderne Zimmer, sauber und gepflegt, mit eigenem Pool und Innenhof. Wir liessen es uns gut gehen in Campeche. :-) Es war auch wieder einmal schön für ein paar Tage am selben Ort zu sein und es gemütlich zu nehmen. Zwischendurch braucht es auch wieder einmal eine Pause vom vielen Eindrücke sammeln...
Wir sind viel durchs Städtchen spaziert und haben uns an einem Tag dann Räder gemietet....Also 2 Fahrräder und 1 Tandem. Irgendwie haben alle Velo-Vermietungen in Campeche nicht mehr, wie 2 Fahrräder im Angebot. Wir hatten also Glück mit unserem zusätzlichem Tandem. Ich habe dann den Idioten gespielt und bin alleine mit dem Tandem durch Campeche gefahren und den einen oder anderen Mexikaner mit meinen Fahrkünsten zum Staunen gebracht. :-)



Der Küste entlang haben sie einen schönen Radweg, aber das Budget hat nicht so ganz gereicht...der Weg endet auf einmal mit einem Wendepunkt. :-)
Während der Zeit in Campeche haben wir auch noch unsere Cambridge Prüfungsresultate erhalten...das Lernen hat sich gelohnt und wir haben beide das First Diplom bestanden. :-) Darauf mussten wir natürlich anstossen und mit einem leckerem Essen feiern.
Für Maxie und mich hiess es dann so langsam Abschied nehmen von Mexiko. Unser Flug ging am 31. Januar von Mexiko City aus. Zuerst wollten wir noch für 2 Nächte in Veracruz Halt machen, doch war da irgendwie ein Festival im Gange und die Busse waren beinahe immer ausgebucht, so dass wir uns entschieden von Campeche direkt nach Mexiko City zu fahren. (Sind ja nur knapp 16h im Bus :-))
Steffie machte sich dann auf den Weg nach San Cristobal, wo sie sich wieder mit Patrick traf. Die zwei reisen dann weiters nach Südamerika.
Ja und wir sind mit dem Firstclass Bus nach Mexiko City. Das Bus System in Mexiko ist ja sehr gut, aber die Anzahl Gepäckstücke der Reisenden sollten vielleicht begrenzt werden. Der Bus kam von Merida, war nicht einmal halb voll und in Campeche sind mit uns zusammen noch drei weitere Personen eingestiegen mit je einem Gepäckstück....mit Mühe und Not konnten wir unsere Rücksäcke noch rein quätschen. So ein Idiot war mit sechs 2 Metern Taschen unterwegs und hat sich auch noch wichtig gefühlt! Nun gut, kein Streit, wir sind gut und sicher in Mexiko City angekommen und haben uns ein Hotel in der Nähe des Flughafen genommen. Die Stadt hatten wir ja schon bei unserer Ankunft in Mexiko besichtig und ehrlich gesagt, bis auf ein paar schöne Gebäude, gibt es nicht viel zu sehen....zu viele Leute! :-) Da habe wir uns lieber mit Erholung und Fitness auf unsere Weiterreise nach San Francisco vorbereitet!

1. Teil - Belize - San Pedro und San Ignacio

Hallo ihr Lieben
Jaja, wir wissen es...waren ein bisschen schreibfaul die letzten Tage, aber das soll sich wieder ändern :-)
Bei unserem letzten Bericht sind wir bei Belize stehen geblieben. Also besser gesagt in Chetumal, der letzten mexikanischen Stadt vor der Grenze.
Belize ist ein kleines Land, welches aus Festland und einigen kleinen Inseln besteht. Wir haben uns entschieden beides zu erkunden und haben deshalb von Chetumal aus ein Schnellboot nach San Pedro genommen. San Pedro ist eine Kleinstadt auf der Insel Ambergris Caye. Ja und eigentlich wollten wir uns dort wieder ein kleines Häusel mieten, doch hatten wir keine Chance etwas unserem Budget entsprechendes zu finden. Belize allgemein ist um einiges teurer, wie Mexiko und ein beliebtes Reiseziel der Amerikaner. Deshalb haben die dort auch 2 Währungen....Belize Dollar, US Dollar. Der US Dollar ist voll akzeptiert und der Kurs ist seit x-Jahren immer der gleiche: 2 BZ Dollar = 1 US Dollar. Und weil alle reichen Amis dort hin fahren oder schon ihre eigenen Villa haben, sind die Preise auch dementsprechend. Zudem liegt San Pedro ja auf einer Insel, dass heisst viele Lebensmittel müssen hingeschifft oder geflogen werden. Ach ja und die Supermärkte dort werden von der arabischen Mafia geführt ;-) Ein kleines Beispiel: 1 Eis am Stiel, knapp die Hälfte eines Magnum = 2.50 US$.
Ein Ami hatten dann aber doch erbarmen mit den Backpackern und hat ein erschwingliches Hostel eröffnet und in diesem haben wir dann auch für 3 Nächte Quartier bezogen. Das Pedro's Inn in San Pedro :-)
Am zweiten Tag haben wir uns dann entschieden einen Golf Cart zu mieten (Hauptfortbewegungsmittel) und die Insel zu erkunden. Unsere Chauffeuse Stefanie hat uns sicher bis zur Safari Bar am südlichsten Punkt der Stadt gebracht. Wir kamen noch an einer Lagune vorbei und habt ihr gewusst, das man ins Gefängnis muss, wenn man Krokodile füttert? Die armen Tiere brauchen doch auch mal etwas zwischen die Zähne..wir haben sie aber dann doch nicht gefüttert, haben sie auch nicht gesehen :-)


Leider war die Safari-Bar schon länger nicht mehr in Betrieb und wir waren auch so ziemlich die einzigen die dort unterwegs waren. Je weiter man vom Zentrum weg fährt, um so verlassener wird die Gegend. Für die Rückfahrt habe ich mich dann hinters Steuer gesetzt und irgendwie wurde unser Tempo immer langsamer...ja die Batterie war leer. Ein netter Herr hat dann für uns die Vermietung angerufen und die haben uns einen Ersatzwagen geschickt.
Ansonsten haben wir nicht so viel erlebt in San Pedro, denn die Insel ist keine typische Badeinsel mit schönem Sand strand. Vor der Insel liegt ein Riff, was bedeutet, dass das Wasser dem Strand entlang nicht sehr tief und auch nicht sehr wellig ist. Die Wellen brechen alle weiter aussen und das Wasser am Strand liegt eher still und lädt nicht so zum Baden ein. Ich glaube jedoch, dass die Tauch-Freunde unter uns jede menge Freude in San Pedro hätten, zum Tauchen muss es ganz schön sein. Stefanie und Patrick haben dann auch einen Trip zum Blue Hole mitgemacht und waren ziemlich begeistert. :-)
Maxie und ich haben dafür schon mal los gemacht aufs Festland. Mit dem Wasser-Taxi gings nach Belize City und von dort wollten wir eigentlich den Bus nach San Ignacio nehmen. Das Bus System in Belize ist nicht sehr ausgetüffelt und es fahren nur alte Schulbusse...ihr wisst schon, die gelben aus den Ami-Filmen :-) Mit so einem Bus würde die Fahrt nach San Ignacio 3-4 Stunden dauern und wir haben uns dann für die Luxusversion entschieden und uns ein Taxi geleistet. Fahrzeit 1,5 Stunden , Nonstop :-)
San Ignacio liegt etwa 30 Minuten von der guatemalischen Grenze entfernt und ist umgeben von ganz viel Natur. Nur schon die Fahrt dorthin war ein Genuss! In Belize gibt es nämlich über 900 verschiedene Baumarten....wir haben uns dann auch entschieden am nächsten Tag die Natur etwas zu erkunden und haben eine Kanu-Tour auf dem Macal-River gebucht. Felize unser Local-Guide konnte uns viel über die Bäume und Pflanzen dem Ufer entlang erzählen. Den Bambus haben wir dann auch noch persönlich kennengelenrt, als wir uns bei einer kleineren Stromschwelle im Busch verhedert haben. Am meisten erschrocken sind wir vermutlich daran, dass der Bambus Stacheln hatte und wir festhingen mit unseren T-Shirts. Aber wir waren tampfere Krieger und könnten uns befreien ohne zu kentern!!
Am Abend sind dann Steffie und Patrick wieder zu uns gestossen und Patrick hatte sich entschieden noch einige Tage durch Guatemala zu reisen und sich dann mit Steffie wieder in Mexiko zu treffen. Ja und fertig war unsere Frauenreisegruppe :-) Nach einem ausgiebigen Frühstück, haben wir Patrick zum Taxi gebracht und verabschiedet und haben danach San Ignacio unsicher gemacht. ;-) Zuerst haben wir uns mal einen faulen Nachmittag gegönnt und sind dann lecker zu Abend essen im indischen Restaurant. Wir waren die einzigen Gäste und die Bedinung äusserst “freundlich”. Richtig einladen! Haben dann auch nur schnell gegessen, bezahlt und weg waren wir.
Ach ja, in San Ignacio gehören die Supermärkte der chinesischen Mafia. :-) Am nächsten Tag sind wir 3 Frauen dann alleine aufgebrochen zur Maya Ruine Xunantunich. Per Taxi und Fähre gelangt man dorthin und die Ruine liegt mitten im grünen Wald. Wir hatten Glück und es waren nur wenige Besucher dort...auf der höchsten Pyramide waren wir sogar alleine und konnten die Aussicht und die Ruhe für uns geniessen. Bis wir dann auf die Idee kamen, den wohl unnützlichsten Reiseführer der Welt von der Firma “Fodor's” einen Freiflug zu schenken. Mehr dazu im Video:




Nach Sightseeing war es am kommenden Tag Zeit für etwas Abenteuer...Cave Tubing! Zusammen mit 3 Amerikanern und wieder Felize brachen wir auf zur den Jaguar Höhlen (ca. 1 Std. Fahrt) Dort mussten wir Ringe, Schwimmweste und Stirnlampen fassen und los gings. Zuerst mussten wir jedoch noch ca. 30 Minuten durch den Regenwald laufen bis zur Einstigesstelle. Wir hatten Glück und konnten ein paar Heuler-Affen sehen oder besser gesagt hören. Unglaublich, was für ein Lärm die machen.
Und natürlich hatten wir auch wieder Pflanzenkunde mit Felize und wir haben etwas spannendes gelernt: In Belize wächst die Pflanze, welche die Amis brauchen, um die Farbe für ihre Dollar-Noten herzustellen....dieses hässliche grün. Diese Pflanze wächst nur noch in Belize und ist deshalb auch ein Grund, weshalb Belize und Guatemala immer mal wieder auf Kriegsfuss stehen. Denn für ein Blatt dieser Pflanze bekommt der Ernter ca. 1 US$..ist also gutes Geld.
Das Cave-Tubing selber hat Spass gemacht und man ist mal wieder zum Kind mutiert mit Plantschen und im Wasser herum tollen. Auch die Höhlen waren sehr eindrücklich....stellt man die Stirnlampe aus, kann man nicht einmal die eigne Hand vor dem Gesicht sehen, so dunkel ist es. Jetzt ist auch klar, weshalb die Maya's diese Höhlen als Eingang zur Unterwelt betrachteten.



Nach diesem Abenteuer waren unsere Tage in Belize so langsam gezählt und unsere Frauenreisegruppe entschied sich zurück nach Mexiko zu reisen. Mit dem Taxi haben wir uns auf den Weg nach Belize City gmacht, aber vorher noch Halt in Spanish Lookout gemacht. Dieser Ort wir hauptsächlich von Mennoniten bewohnt. Eine christliche Glaubensgemeinschaft, welche früher auch in Teilen der Schweiz und Deutschland zu Hause war und vor 50 Jahren “geflohen” ist. In Belize sind die Mennoniten respektiert und sie tragen einen grossen Teil zur belizischen Wirtschaft bei. Sie haben eigene Fabriken (90% der Milchprodukte aus Belize kommt von den Mennoniten) und stellen natürlich auch Einheimische ein. Also wir durch das Städtchen fuhren, konnte man doch den europäischen Baustil wieder erkennen.
Unser Taxi hat uns dann schlussendlich doch noch an die Grenze zu Mexiko gebracht und wir haben eine Nacht in Chetumal verbracht und sind danach mit dem Bus weiter nach Campeche.