Samstag, 21. Mai 2011

Vom Dschungel ins Paradies

Hallo ihr Lieben

Zeitig früh um halb 7 haben wir von unserem Hotel los gemacht zum Bahnhof in Singapur. Haben uns ein Taxi genommen, da wir sicher sein wollte, pünktlich beim Bahnhof anzukommen. Waren dann doch etwas zu früh, da unser Zug erst um 7.15 Uhr los ging....und erstaunlicherweise fuhr der Zug auch genau um 7.15 Uhr los :-)


In Malaysia gibt es zwei Zug-Hauptlinien...die eine geht von Singapur nach Kuala Lumpur und die zweite ist die so genannte Dschungel-Linie und geht bis nach Kota Bharu, welches auf der östlichen Seite liegt. Wir wollten etwas von der schönen Natur in Malaysia sehen und haben uns für die Dschungel-Linie entschieden. Dort kann man aber nur Economy Klasse buchen, aber erfreulicherweise ist diese Klasse auch sehr angenehm....breite, gepolsterte Sitze und sauber....auf der Strecke wurde sogar einmal der Boden feucht aufgenommen :-)

Also, los ging die Fahrt....aber nur ca. 15 Minuten, danach mussten wir 45 Minuten auf einen anderen Zug warten...gibt ja nur ein Gleis :-) Dann kam die Grenze Singapur/Malaysia, mussten wir alle raus aus dem Zug und den singapurischen Ausreisestempel abholen...verlief aber alles ohne Probleme und nach 15 Minuten gings weiter. Die ersten gut 4 Stunden bis nach Gamas ging es noch durch die Zivilisation und danach bogen wir ein, in den dichten Dschungel :-) Obwohl die ganze Fahrt von Singapur bis nach Kuala Lipis beinahe 11 Stunden dauerte, wurde es einem nie langweilig...es war einfach schön aus dem Fenster zu kucken, die Natur und die Gegen zu bestaunen und an den, zum Teil sehr verlassenen, Haltestellen die Einheimischen beim Tun und Machen zu beobachten.


Trotzdem waren wir dann froh, als wir so nach 18.00 Uhr in Kuala Lipis ankamen, weil langsam Gewitterwolken aufzogen....wir haben dann im erstbesten Hotel eingecheckt und uns eine erfrischende Dusche gegönnt. Da in Kuala Lipis nicht gerade viel los war, haben wir unsere Reise am nächsten Nachmittag fortgesetzt...der 2. Teil der Dschungel-Linie Kuala Lipis nach Kota Bhura dauerte noch etwa 4,5 Stunden....es ging wieder durch den Regenwald und Maxie hat sogar Affen auf den Bäumen entdeckt. Die Fahrt war wieder sehr schön und angenehm und als Touri in einem Local-Zug ist man schon ein bisschen der Star und viele Einheimische suchen immer mal wieder das Gespräch mit einem. :-)

Malaysia ist zum grössten Teil ein muslimisches Land....praktisch alle Frauen tragen ein Kopftuch, nur einzelne sind ganz verschleiert....meistens kombinieren die Frauen das Kopftuch mit modischer Kleidung, so dass es meisten sehr "schick" aussieht. Und vor allem haben die Frauen hier eine sehr positive Ausstrahlung....wenn ich da an die muslimischen Frauen in der Schweiz denke, so machen die meisten doch eher immer einen etwas unglücklichen Eindruck....

Angekommen in Kota Bharu haben wir für knapp 20 Franken in einem Hotel ein Zimmer für 2 Nächte gebucht, denn unser Plan war, von Kota Bharu auf die Perhentian Island zu fahren. Kota Bharu war ein bisschen eine Durchgangs-Stadt...viele Reisende stoppen dort, da sie entweder nach Thailand wollen oder eben auf die Perhentian Island. Die Stadt selber hat nicht wirklich viel Sehenswertes....wir haben unsere letzten warmen Sachen schon mal auf die Heimreise geschickt und uns mit Tigerbalm eingedeckt. Am Sonntag fuhren wir dann mit dem Taxi nach Koala Besut....unser Taxi Fahrer hatte ein Sport-Lenkrad und Sport-Pedalen....und vor allem einen seeeehr sportlichen Fahrstil....aber wir sind sicher in Koala Besut angekommen :-) Von hier konnten wir dann ein Schnellboot für auf die Insel nehmen....es gibt zwei Inseln Perhentian Kecil (klein) und Perhentian Besar (gross). Wir haben uns für die Grössere entschieden und haben uns für 4 Nächte eine Garden Suite im Cocohut gebucht. Es war wirklich wie im Paradies....Sonne, türkisblaues Wasser, schöner Strand und leckeres Essen :-)


Die Tage, welche wir dort waren, haben wir nicht viel gemacht ausser lesen, schlafen, schwimmen, schnorcheln...einfach relaxen :-) Wir hatten dann noch das Glück Schildkröten zu sehen.....gleich neben dem Hotel war so ein kleiner Shop und die Besitzerin hat vor einigen Tagen Baby-Schildkröten gefunden, welche sie nun gross zieht, um danach frei zu lassen....und auch die Chefin vom Hotel hat 2 Schildkröten während 6 Monaten aufgezogen und sie bei Vollmond wieder frei gelassen....die eine hat gleich los gemacht und die zweite fühlte sich zuerst noch ein bisschen unwohl im weiten Meer und ist immer wieder an den Strand angekommen, aber hat dann zum Schluss doch den Weg in die Freiheit gefunden :-) Das war für uns natürlich ein Highlight! Ja und dann gab es dann ja noch so einen kleinen Affen, welcher vom Baum gefallen ist....er ist ca. 3 Wochen alt und wie gesagt vom Baum gefallen und seine Mutti will ihn deshalb nicht mehr haben....ein Mitarbeiter vom Hotel, hat den kleinen bei sich aufgenommen und zieht in nun gross....ich durfte dann mal kurz babysitten, als der "Vati" dringend telefonieren musste :-)


Unsere Zeit im Paradies ging dann auch zu Ende und wir "mussten" aufs Festland zurück. Wir haben eine Nacht in Kuala Besut verbracht....Wäsche gemacht, Geld aufgetrieben, durch den Night-Market gegessen und am nächsten Morgen ging es um 10.00 Uhr mit einem kleinen Personenbus in die Cameron Highlands. Das ist das Hochland von Malaysia uns berühmt für Teeplantagen und Erdbeer-Farms.

Wir sind für 2 Nächte hier und haben heute eine Tour mitgemacht, welche zum höchsten Berg hier in den Cameron Highlands führte dem Mount Brinchang, zu einer Teeplantage und Fabrik (BOH), Mossy Forest und zum Schluss noch zu einer Schmetterling Farm. Wir hatten einen wirklich netten Guide erwischt, der uns viel interessantes über die Gegend, die Teeproduktion und vor allem über die Pflanzen im Regenwald erzählen konnte. Übrigens für ein Kilogramm frische Teeblätter kriegt ein Pflücker 20cents....umgerechnet in CHF sind das gerade so 7 Rappen....und pro Tag können so ca. 200 kg geerntet werden, macht dann ein Tageslohn von CHF 14.00...es ist sogar so, dass dieser Lohn für die Einheimischen zu wenig ist, das heisst die Arbeit auf dem Feld wird von Leuten aus Nepal oder Vietnam erledigt....


Auf der Tour und hier im Hotel haben wir noch ein paar Leute kennengelernt und mit denen sind wir dann heute Abend los auf einen Nacht-Markt zum Abendessen. War gut und schön sich mit anderen Weltenbummlern auszutauschen. :-)

Leider ist es das Wetter hier in den Cameron Highlands schon seit einigen Wochen eher schlecht....es regnet jeden Tag so 2-3 Stunden...meistens Nachmittags und ziemlich stark....und die Erde ist so voll mit Wasser, dass es schon zu kleineren Erdrutschen gekommen ist und eigentlich wollten wir hier ein bisschen durch den Regenwald trekken, aber das lassen wir nun lieber bleiben und machen heute los nach Kuala Lumpur.

Wir melden uns wieder....bis danne!

Liebe Grüsse
Barbara & Maxie

Freitag, 13. Mai 2011

Von Melbourne nach Singapore

Hallo ihr Lieben!
Unsere letzten Tage in Australien haben wir in Ballarat und Melbourne verbracht.
Ballarat ist so ein kleines Städtchen, was früher mal ein Goldgräber Ort war. Sie haben dort auch so ein Park aufgebaut mit den alten Häuschen und Läden...so wie es eben dort mal vor sich her ging...
Man konnte gucken, wie Gold gegossen wurde und wir durften nach der Vorstellung sogar den Barren halten. War recht schwer und hatte einen Wert von ca. 140'000$ . Nach dem Foto wurde er uns aber schnell wieder abgenommen ;-)
Barbara hat sich dann auch noch als Gold-Sieberin probiert und prompt ein Mini-Stückchen gefunden.

Von Ballarat ging es dann nach Melbourne. Wir haben uns dort auf einem zentralen Campingplatz gleich für 5 Tage einquartiert. Die Busstation war gleich vor der Tür und da hatten wirs ganz praktisch und haben einige Ausflüge in die Stadt unternommen.
Melbourne ist eher so modern, mit vielen neuen Glasbauten und es fehlt für unseren Geschmack, bisschen der Charme im Vergleich zu Sydney. Wir haben eine Schiffsfahrt auf dem Yarra River mitgemacht und konnten dann die riesen Kontainerschiffe im Hafen bestaunen. Das Olympic Center, wo die Australian Open stattfinden haben wir uns auch angeschaut und auf dem Queen Victoria Markt waren wir auch. Dort sind täglich 200 Stände aufgebaut und zusätzlich gibts noch ein Sektor mit Delikatessen.
An ein AFL Spiel (Australische Fussball Liga) haben wir es auch noch geschafft. Hatten gute Sitze (unterm Dach) und da hat uns der Regen nichts anhaben können. Die Regeln haben wir immer noch nicht verstanden, aber die wichtigsten Punkte haben wir mitgekriegt und es war auch interessant zum gucken. War viel mehr los und die dürfen auch mit Händen spielen und gehen recht grob in einen Zweikampf.
Ja und einen Swiss Club gibt es auch in Melbourne inkl. Restauraunt...und ja genau, wir konnten nicht anders und mussten dort hin...es gab einen Teller Bündnerfleisch zur Vorspeise und als Hauptgang ein leckeres Fondue. :-)

Unser Auto haben wir dann am vorletzten Tag abgegeben und unsere letzte Nach noch in einem Bungalow geschlafen. Da hiess es dann wieder Rucksack packen.
Am Flughafen hats 17kg angezeigt bei beiden von uns und dann durften wir in den neuen Airbus A-380 von Qantas einsteigen. Das war schon eindrücklich, der lässt alle anderen Flugzeuge gleich wie Miniaturen aussehen. Innen war alles noch schön neu und gepflegt, alles vom Neusten und feinsten.
Es gab sogar eine Webcam mit der man die Vogelperspektive auf den Flieger hatte. Das hatte ich natürlich immer laufen bei Start und Landung.


Die Flugzeit war ca 7:30h und gingen recht schnell vorbei. In Singapore sind wir dann so kurz vor Mitternacht gelandet und hatten erstmal einen Klima-Schock... von 18 Grad in 35 Grad und sogar Nachts kühlt es nur so auf 26 Grad runter.

In Singapore hatten wir ein kleines Hotel vorgebucht und das war auch praktisch gelegen zur Metro.
Wir warn ja schon mal hier vor ca. 3 Jahren und da kannten wir uns noch bisschen aus, aber was hier alles gebaut wird in so kurzer Zeit, das ist schon verrückt.



Nachdem wir am ersten Tag eigentlich nicht viel gemacht hatten, als uns anzuklimatisieren sind wir dann aber doch noch aktiv geworden.
Im ganzen waren wir 7 Tage hier und haben uns Little India (Elektro-Paradies) Chinatown, Orchad Road und den Botanischen Garten angeschaut. Der Garten ist wirklich ganz schön angelegt mit all denen Orchideen die da einfach so fröhlich vor sich hin wachsen in den schönsten Farben.
Wenn ich daran denke, was man bei uns immer alles beachten muss mit Orchideen ...

Wir waren auch noch auf der Halbinsel, Sentosa. Die gilt als Erlebnisspark von Singapore.
Da gabs auch alles was das Herz begehrt. Wir haben eine lustige Schlitten-Fahrt mitgemacht auf einer Strecke die runter zum Strand führte und dann konnten wir mit einem Sessellift (Made in Austria) wieder hoch zu all den Attrakionen fahren. 






Gestern waren wir den Bahnhof auskundschaftern und haben uns nun Tickets für Malysia (Kuala Lipis, 2.Klasse) besorgt. Morgen um 7:15 ist Abfahrt und wir sind gespannt was uns erwartet.

Wir melden uns wieder. Liebe Grüsse und bis bald!
Maxie und Barbara

Montag, 25. April 2011

Die kleinsten Pinguine - die grössten Surfer

Hallo ihr Lieben

Nach den nassen Tagen in Toora wollten wir ja eigentlich den Wilsons Promontory Nationalpark besuchen....aber Petrus hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht! Es hat schon am Morgen früh geregnet und von Leuten auf dem Camping haben wir erfahren, dass der Nationalpark schon vor einigen Wochen von starkem Regen heimgesucht wurde und viele Strasse gesperrt und überschwemmt wurden. Wir sind dann auf direktem Wege auf Philipp Island nach Cowes gefahren....und haben uns ein Cottage zum Aufwärmen gegönnt! :-) Am späteren Nachmittag hat das Wetter noch umgeschlagen und die Sonne hat sich gezeigt und so konnten wir das Städtchen noch etwas erkunden.

Auf Philipp Island sind die kleinsten Pinguine der Welt zu hause und es gibt einen Park, wo man den kleinen Rackern zuschauen kann, wenn sie abends wieder nach Hause kommen. Natürlich wollten wir uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen und haben uns für den nächsten Abend Tickets gekauft. Wir sind dann so um 17.00 Uhr bei der Pinguin Parade eingetroffen und die geplante Ankunft der Pinguine war 18.20 Uhr. Ja und wie das halt so ist bei Stars...die lassen auf sich warten.....die ersten Pinguine hat's gegen 18.45 Uhr angeschwemmt. Und angeschwemmt ist gar nicht das falsche Wort...da die Racker ja nur gerade 31cm gross sind, war es für sie gar nicht so einfach aus dem Wasser zu kommen. Sie sind dann meistens in Gruppen angekommen (natürlich gab es auch Eigenbrödler) und haben sich dann vom Strand auf den Weg in ihre Höhlen gemacht. Wir konnten danach auch noch durch die Kolonie spazieren und die Pinguine beobachten, wie sie einander gerufen haben oder sich verabschiedet haben bevor es in die warme Stube ging. Verständlicherweise durften wir keine Fotos machen...die Kleinen mögen kein Blitzlicht und so haben wir dieses super schöne Erlebnis in unseren Köpfen gespeichert! :-)

Am nächsten Tag ging es auf die Mornington Peninsula. Unser erster Stopp war in Frankston, wo wir etwas dem Strand entlang sind und uns einen Campingplatz für die Nacht gesucht haben. Weiter ging es dann nach Mornington...ein hübsches kleines Städtchen, welches bekannt ist für seine bunten Strandhäuser.


Da momentan gerade Schulferien sind, war es nicht so einfach ein Plätzchen für die Nacht zu finden, aber wir hatten dann Glück in Dromana und haben zur Sicherheit gleich für 2 Nächte eingecheckt. Haben uns dann einen gemütliche Tag mit lesen und spazieren gegönnt und konnten einer Gruppe Thailänder beim Ostereier suchen zuschauen. (waren 1 Woche zu früh dran) War ganz schon was los :-)

Unser nächster Stopp war in Rosebud. Auf dem Weg dorthin haben wir auf dem "Arthurs Seat" den Ausblick über die Insel genossen und in einem grossen Garten den Weg durchs Labyrinth gesucht. Wir sind wieder raus gekommen :-)


Danach sind wir noch zum Cape Schanck gefahren und sind einem Trail lang spaziert und konnten die schöne Sicht auf Meer und Küste geniessen. Bevor wir ins Bett sind, haben wir in Rosebud das Kino ausgekundschaftet und uns Scream 4 angesehen....so än Seich :-) Und da am Dienstag Kinotag ist und man günstiger rein kann, sind wir am anderen Morgen in die Mittagsvorstellung von Lincoln Lawyer...war ganz gut :-) Danach gings nach Sorento, wo wir die Fähre nach Queenscliff genommen haben. Leider hat das Wetter wieder umgeschlagen und es hat den ganzen Mittwoch geregnet....gut hatten sie auf dem Camping einen Indoor Pool und einen warmen Unterhaltungsraum. :-)

Am Donnerstag fuhren wir nach Geelong....dort waren wir ja schon mal, aber wir wollten uns über die Ostertage einen Surf-Event in Torquay anschauen und von Geelong sind es nur 20 min dorthin. Ja und da die Ostertage anstehen, ist natürlich überall alles ausgebucht, aber wir waren so clever und haben vorgebucht :-)

Am Karfreitag sind wir dann früh aufgestanden und sind kurz nach 7.00 Uhr am Bells Beach in Torquay eingetroffen. Denn um 7.30 Uhr waren bereits die ersten Surfer zum Rip Curl Pro Contest im Wasser. Wir konnten uns super Plätze auf der Tribüne sichern und den Event in vollen Zügen geniessen....WOW, was die Jungs und Mädels zustande bringen mit ihren Brettern auf den Wellen....da kann man nur staunen! Und natürlich war der 10fache Weltmeister Kelly Slater auch vor Ort :-)


Samstags das gleiche Spiel noch einmal, aber ohne Eintritt bezahlen, da die Kasse noch schlief, dafür 15min anstehen für einen Kaffee :-) Als Highlight stand der Final der Frauen an.....Sally Fitzgibbons AUS - Carissa Moore HAW! Sally hatte heute einen super Tag, da sie schon in den vorherigen Läufen Noten von 9.83 oder 9.93 (von 10.00) erzielte. Es war deshalb nicht sooo überraschend, dass sie den Final für sich entscheiden konnte und die berühmte Bell Trophäe entgegennehmen konnte! :-)


Der Final der Männer fand am Sonntag statt...den haben wir uns aber via Livestream angeschaut....es fuhren Mick Fanning AUS und Joel Parkinson AUS gegeneinander. Der Final war bis kurz vor Ende spannend....die letzte Welle gehörte Joel Parkinson und er konnte eine 10.00 und die Trophäe mit nach Hause nehmen. Ja es hat Spass gemacht den weltbesten Surfern zuzuschauen! :-)

Jetzt haben wir uns als Ostergeschenk zwei Nächte in einem Motel gegönnt und geniessen die Vorzüge von eigenem Bad, warmen Zimmer, eigener Mikrowelle, Toaster und Wasserkocher und Zimmerservice. :-)

Morgen gehts dann weiter nach Ballarat, bevor wir unsere letzten Tage in Melbourne geniessen. Wir werden uns sicher noch einmal von Australien aus melden. :-)

Bis dann und liebe Grüsse
Barbara & Maxie

Montag, 11. April 2011

Sydney und der Südküste entlang


Hallo ihr Lieben
Wir haben die Hauptstadt von Australien besucht und verstehen jetzt sehr gut, weshalb die meisten Leute immer das Gefühl haben Sydney sei die Hauptstadt....in Canberra ist absolut nichts los und die Stadt hat nicht wirklich etwas zu bieten!! Eigentlich sollte man in Canberra ein ausgetüftelte Strassensystem vorfinden und es soll den Verkehr nur so fliessen lassen....nun gut es ist ziemlich verwirrend nicht nur für Schweizer auch für Engländer :-) Wir wollten dann Canberra noch einmal ein Chance geben und zu einem Drachenboot-Rennen fahren, dass von DO-SO statt finden sollte. Gut wir fuhren zum angegebenen Platz und fanden rein gar nichts...keine Wegweiser, keine Absperrungen, kein Festgelände, keine Festwirtschaft...nichts....okay, jetzt war es definitiv Zeit weiter zu fahren zur "richtigen" Hauptstadt...Sydney :-)
Aus unserem Camping-Führer haben wir uns schon einen Campingplatz ausserhalb von Sydney ausgesucht, welcher gut vom öffentlichen Verkehr erschlossen ist und wir so nicht mit dem Auto in die grosse Stadt müssen. Im Vorort Penrith haben wir für 3 Nächte eingecheckt. Da es bereits Nachmittag war als wir ankamen, haben wir nicht mehr viel unternommen...nur noch etwas gelesen, Käfchen getrunken und dann lecker Abendbrot gekocht. An nächsten Morgen sind wir dann schon zeitig aufgebrochen Richtung Sydney. Als wir beim Bahnhof ankamen, mussten wir feststellen, dass keine Züge fahren, sondern Busse....es waren übers Wochenende Reparaturen nötig...aber war kein Problem :-) In Sydney angekommen haben wir uns erstmal mit einem Kaffee und etwas zu Knabbern gestärkt und haben uns dann Tickets für den Sightseeing Bus gekauft. Das war so ein Hop-on, Hop-off Bus, wo man ein- und aussteigen konnte, wo man wollte und der Bus fuhr so alle 15 Minuten. Sind dann zuerst einmal eine ganze Runde mitgefahren und dann umgestiegen in den Bus, welcher zum Bondi-Beach fährt. 

Bondi-Beach ist DER Strand in Sydney....dort tummelt sich die ganze Prominenz an sonnigen Tagen und es ist immer was los. Als wir ankamen, war es leider etwas frischig und kein Badewetter, deshalb haben wir nur unsere Zmittag-Sandwich gegessen und haben dann den nächsten Bus wieder zurück in die Stadt genommen. Sind dann beim Opernhaus augestiegen und haben uns dieses eindrückliche und weltbekannte Gebäude aus der Nähe angeschaut. Das Gebäude wurde von einem dänischen Architekten entworfen und soll wie eine Muschel aussehen. Für das Dach wurden eine Art Schindeln aus Schweden benutzt. Natürlich haben wir von jedem Winkel ein Foto geschossen. :-)
Danach sind wir weiter dem Wasser entlang Richtung Circular Quai. War ganz schön was los mit all den Kaffees, Restaurants, Boots-Anlegestellen, Kino's Strassenkünstler....sind dann bis zum Darling Harbour spaziert und haben dort "The Rocks" besichtigt. Das ist ein Quartier mit vielen Läden und Boutiquen und am Wochenden findet dor t immer ein Markt statt....hatten wir Glück und sind dort durch gebummelt. Irgendwie hat es uns in Sydney so gut gefallen, dass wir den Gedanken hatten, trotz Camping, eine Nacht im Hotel zu verbringen. Haben dann beim IBIS nach dem Preis für ein Doppelzimmer für eine Nacht gefragt........279 Dollar!!!! Okay, das Zimmer kaufen wollten wir dann doch nicht, deshalb haben wir freundlich abgelehnt und uns dafür ein feines Znacht bei einem kleinen Italiener Restaurant gegönnt. Das Resti war so beliebt, dass die Leute sogar anstanden vor der Tür. Danach gings zurück in unsere Auto-Suite :-)
Am nächsten Tag beschlossen wir Syndey vom Wasser aus zu besichtigen. Es gab da auch so ein Sightseeing Boot mit Hop-on, Hop-off, das verschiedene Stellen im Hafen anfährt. Haben dann auch zuerst wieder eine Tour mitgemacht, um alles zu sehen und sind dann bei der 2. Runde wieder beim Circular Quai ausgestiegen und weil das Wetter so schön sonnig warm war, gabs ein Eis. :-) Ach ja, habt ihr gewusst, dass es von Lindt auch Glace gibt? Also wir bis anhin nicht....die Kugel kostet 7 Dollar :-) Haben wir aber nicht ausprobiert, sondern ein Magnum geschleckert. Während dem Eis schleckern hatten wir auch schön Gelegenheit Leute zu kucken....immer wieder spannend :-) Sind dann vom Circular Quai wieder zum Darling Harbour marschiert und haben gewartet bis die Sonne langsam untergeht. Als es dann dunkel war, haben wir wieder unser Böötel genommen und sind nochmal etwas mitgefahren....wir waren die einzigen Passagiere und hatten eine super Sicht auf die vielen Lichter....war superschön! Danach war wieder Zeit für Abendbrot....ja richtig....beim leckeren Italiener :-) Hat wieder gut geschmeckt, nur das Tiramisu, war keines...müssen sie noch lernen :-) Sydney hat uns sehr gut gefallen....schaut euch die Bilder an :-)


Nach dem Sydney-Wochenende gings am Montag dann in die Blue Mountains. Die waren nur etwa 60km von Penrith entfernt und ein Highlight dort sind die "Thre sisters". Eine dreiköpfige Fels-Formation. Von dort sind wir dann Richtung Küste gefahren und haben in Bulli übernachtet. Auf dem Camping dort hat der Vogelflüsterer Wutschel kleine und grosse Papageien mit der Hand gefüttert. Die waren voll auf unser Toastbrot abefahren und wurden immer zahmer....am Schluss sassen sie bei Maxie auf der Schulter und dem Kopf. :-) Auf dem Camping haben wir auch noch ein pensioniertes Päärchen aus England getroffen. Sie sind 6 Monate unterwegs in Neuseeland und Sydney. War lustig mit denen und sie sind auch no total fit...hatten das gleiche Camper-Auto wie wir nur von einem anderem Vermieter. Haben wir während dem Znacht und Frühstück mit ihnen geplaudert und raus gefunden, dass ihnen Canberra gleich gut gefallen hat, wie uns :-) Am nächsten Tag sind wir dann auf den Grand Pacific Drive gefahren, auf welchem wir Richtung Melbourne düsen. Natürlich haben wir das Engländer-Päärchen noch einmal getroffen und sie haben uns eine sprechende Toilette empfohlen...haben wir dann noch ausprobiert....hat man aber maximal nur 10 Minuten Zeit, danach öffnet sich die Tür wieder und die Fahrstuhlmusik verstummt. :-)
Nach dem Grand Pacific Drive sind wir einfach der South-Coast entlang gefahren und haben dort, wo es uns gefallen hat, gehalten. Es gibt hier viele schöne, kleine Städtchen am Meer umgeben von schöner Natur.
Sind jetzt noch etwa 250 Kilometer von Melbourne entfernt und nehmen es gemütlich. Sind in einem Ort Namens Toora...hier liegt der Hund begraben...aber der Camping ist schön, sogar mit Indoor Pool. Letzte Nacht hat es ziemlich stark geregnet und gewindet, aber heute kam die Sonne dann doch noch heraus und wir sind zu einer Windrad-Farm gelaufen. Natürlich die neumodischen Windräder, welche für die Stromproduktion gebraucht werden....12 Windräder können 6'600 Häuser mit Strom versorgen und ein Windrad kostet um die 3 Millionen. (Hersteller "Vestas" Dänkemark) Morgen wollen wir dann weiters und je nach Wetter im Wilsons Promontory Nationalpark etwas wandern....mal schauen, was die Nacht uns so bringt. :-)
Machts gut und liebe Grüsse
Barbara & Maxie


Dienstag, 29. März 2011

Auf dem höchsten Berg von Australien

Hallo ihr Lieben!
Unser Auto lief dann wieder wie geschmiert nach dem Tag in der Garage. Wir sind dann wieder weiter gezogen Richtung Geelong und haben aber vorher nochmal an dem berühmten Surf-Strand "Bells Beach" angehalten und eine Weile den Surfern zugeguckt. Die Wellen waren schon recht hoch und es sah auch richtig professionell aus, was die Jungs da so gezeigt hatten.

Geelong ist die zweit grösste Stadt vom "Kanton" Victoria. War auch richtig schönnes sonniges Wetter, so dass wir an der Promenade entlang gelaufen sind. Es war noch eine Oldtimer-Show und ein Riesenrad aufgebaut... war schon was los so zum Sonntag und im Vergleich zu den verträumten Städtchen in denen wir bis anhin untweges waren und man staune...es gab sogar einen Aldi. Sind wir natürlich gleich rein und es war genau gleich eingeteilt wie bei uns, sogar mit den gleichen Produkten. Haben wir uns mit leckerer Marmelade (Made in Germany) eingedeckt und bisschen Schokolade :-)
Auf dem Campingplatz haben wir uns dann für eine Nacht eingerichtet und im Dunkeln noch Besuch von "Possums" gekriegt. Das ist so eine Art Maus-Koala...die klettern auf den Bäumen rum und sind eben nachtaktiv.



Am nächsten Tag sind wir dann durchs Yarra Valley gefahren und auf den Lake Mountain hoch. 
Das ist ein Langlauf-Gebiet und uns kam`s schon komisch vor, dass kein anderes Auto untwegs ist.
Als wir oben angekommen sind, wussten wir dann auch wieso. Das Resort ist im September 2009 durch einen Waldbrand zerstört wurden und die Natur hat sich noch nicht ganz davon erholt.
Das Restaurant war aber schon wieder aufgebaut und es waren viele Bauarbeiter dort, die fleissig wieder alles aufrichtigen, damit es diesen Winter wieder los gehen kann.
Wir sind dann dort oben etwas rum gewandert und haben die Natur bewundert, wie sie sich erholt und wieder anfängt zu grünen.



Danach hat uns unser Weg nach Albury geführt. Das liegt nun schon in der Region "New South Wales" und dort hatten wir Glück, dass wir am zweiten Tag bei einem Pferderennen zuschauen konnten.

Zuerst wollten wir ja richtig als Zuschauer rein und paar Wetten abgeben, aber als wir dort ankamen, kamen wir uns bisschen komisch vor in unserem legeren Outfit. Die Gäste waren alle rausgeputzt in feinen Kleidern und mit lustigen Hütchen... Wir haben uns dann als Zaungäste begnügt und hatten super Sicht.
Ist ganz schön laut, wenn da so eine Horde Pferde vorbei rennt und die Jokeys schreien und peitschen rum...


Nach zwei Runden hatten wirs dann auch gesehen und sind weiter nach Wagga Wagga. Dort haben wir einen ganz gemütlichen Campingplatz gefunden mit einem lustigen Besitzer. Er hatte auch günstige Preise und da haben wir uns entschlossen, mal wieder ein Bungalow zu mieten.
Sind dann gleich übers Wochenende geblieben, da in Wagga Wagga gerade noch das "Food & Wine" Festival war.





In der Touristeninformation hatten wir von einem Angebot gelesen in den Snowy Mountains.
Das ist das Ski Gebiet von Australien und sah auf den Bildern richtig schön aus...fast so wie in der Schweiz.
Das Angebot war für ein Bed&Breakfast 3 Nächte bleiben und nur 2 bezahlen. Sowas lassen wir uns natürlich nicht entgehen und haben Kurs genommen Richtung Coma. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Stausee vorbei den wir natürlich auch noch entlang gelaufen sind. Der See dahinter hat uns schwer an den Vierwaldstättersee erinnert und da kamen dann schon bisschen Heimweh-Gefühle auf.
In Coma auf dem Campingplatz war`s dann doch schon recht frisch...man spührte also, dass es das letzte Dorf vor den Snowy Mountains war. Auch die Papageie waren anders... die hatten schon kleine "Ski-Mützen" auf.



Nach einer Nacht sind wir dann los gefahren in den Kosciuszko National Park. In Thredbo (Zermatt von Australien) haben wir dann unser schönes Zimmer bezogen mit Blick auf den Berg Kosciuszko.
Im Dörfchen ist noch keine Hoch-Saison und alles etwas ruhiger. Abends haben auch nur 3 Restaurants offen, aber das stört uns ja nicht. Gestern sind wir mit dem Sessel-Lift hoch gefahren und haben dann die Wanderung auf den Gipfel (2228m) gemacht. Es hat uns dolle um die Ohren geweht, aber es war trotzdem schön. Auf dem Abstieg machten wir noch einen Schwenker zu so einer Hütte, die als Notunterkunft immer offen ist. Alles in allem war das so eine 17km Wanderung.



Heute früh sind wir nach einem guten Frühstück auch wieder hoch gefahren, aber da hats dann plötzlich zugezogen und angefangen zu regnen. Da sind wir erstmal ins Berg-Restaurant eine heisse Schoggi trinken und haben eine halbe Stunde gewartet. Danach haben wir den Wanderweg gewählt, der uns wieder nach Thredbo führt und der war teilweise recht steil. Tun uns jetzt bisschen die Knie weh, aber wir haben alles richtig gemacht, denn als wir wieder beim Hotel waren, fings wieder an zu regnen und da machen wir uns jetzt einen gemütlichen Nachmittag mit lesen.





Morgen gehts dann weiter Richtung Hauptstadt von Australien (Canberra) und wir denken, dass wir zum Wochenende hin dann in Sydney sind. Haben evt. vor ein Spiel der AFL (Australian Football League) zu gucken. Das ist also alles andere als Fussball.. wir werden es euch wissen lassen!
Bis dahin, ganz liebe Grüsse
Maxie und Barbara 

Donnerstag, 17. März 2011

Auf der Great Ocean Road

Hallo ihr Lieben
Die Zeit vergeht und es kommen jeden Tag neue Erlebnisse dazu :-)
Nach den kühlen Tagen in Mount Gambier sind wir aufgebrochen Richtung Great Ocean Road und haben in Portland Halt gemacht. Ein kleines Städtchen mit Containerschiff-Hafen. Zuerst dachten wir, dass da nicht all zu viel los ist, aber nach ein paar Infos vom Visitor-Center mussten wir feststellen, dass es doch einiges zu sehen gäbe. Wir sind aufgebrochen zum Cape Nelson, welches ca. 15 Kilometer von Portland entfernt ist. Ist ein Leuchtturm und mit etwas Glück kann man von dort aus Wale sehen....hat bei uns aber leider nicht geklappt und wir hatten auch kein Fernglas mit. Nach diesem Ausflug haben wir Quartier bezogen in einem etwas teurerem Campingplatz...war bis jetzt der Teuerste (38$). Aber in nachhinein hat sich die Ausgabe gelohnt, denn wir hatten Koalas als Nachbarn. :-) Kaum angekommen, parkiert, Tisch und Stühle aufgestellt, habe ich einen Woll-Knäuel im Baum gesichtet....und tatsächlich, es war ein Koala. Ja und das Leben eines Koalas besteht eigentlich nur aus Essen und Schlafen. Nach einer Weile hat es weiter oben im Baum noch einmal geraschelt und was kam hervor....ein kleiner Koala :-) Wir hatten also Mutter und Kind als Nachbarn und der Kleine war auch etwas aktiver als seine Mutter. :-) Von einer Schweizerin, welche wir im Barossa Valley getroffen hatten, haben wir erfahren, dass Koalas eine Art Schweinegrunzen als Paarungsruf haben. Als ich dann den kleinen im Koala im Baum gesehen habe, habe ich los gegrunzt und irgendwie wurde der Kleine ziemlich neugierig. Er kam dann herunter gekrabbelt....mit etwas Mühe :-) und war zum Schluss nur etwa 1 Meter von mir entfernt. Ich konnte ein paar schöne Fotos und Videos machen, das beste Video seht ihr hier:

Am nächsten Morgen waren die Zweie immer noch im Baum und wir konnten uns noch verabschieden. War also ein ganz schönes Erlebniss gewesen mit den Koalas, vor allem mit dem Kleinen. Wir haben ihn übrigens "Lenny" getauft :-)

Weiter ging unsere Fahrt dann nach Port Fairy. Dort wollten wir eigentlich eine Nacht bleiben, weil es ein schönes Dörfche sein sollte, aber es war gerade langes Wochenende in Australien und in Port Fairy fand ein Musik-Festival statt. War so eine Art volkstümliches Festival mit Bands aus der Region und für das Festival werden jährlich um die 40'000 Besucher erwartet. Port Fairy hat 2500 Einwohner, während der Hochsaison 10'000 und während dem Festival 40'000. War also ziemlich voll und wir haben nur ein paar Festival-Eindrücke geschnappt und sind dann weiter gefahren nach Warrnambool.
Auch dort merkten wir wieder das lange Wochenende der Australier...der 1. Campingplatz war ausgebucht. Zum Glück gibt es dort noch so einen riesigen mit ca. 500 Plätzen...dort haben wir eingecheckt für 2 Nächte.
Warrnambool und die Southern Ocean Küste hatten vor allem im 1800 Jahrhundert eine grosse Bedeutung, als all die Schiffe von England mit den Einwanderern nach Australien fuhren. Die Schiffe waren ungefähr 90 Tage unterwegs und sind um Afrika gesegelt, bei der Antarktis entlang und wollten dann an der Küste von Warrnambool anlegen. Nur war das Problem, dass vor der Küste viele Felsen waren und es deshalb leider nicht allen Schiffen gelang an Land zu kommen. Vor der Küste liegen über 20 Schiffe von früher auf Grund...manchmal mit Überlebenden und manchmal hat es leider niemand geschafft....
Ein interessanter Ort um mehr über die Situation von damals zu erfahren ist Flagstaff Hill. Es ist eine Art Museum, wo die Geschichten von verschiedenen Schiffen erzählt wird und sie haben sogar ein Dorf nachgebaut, wie es damals etwa war....man kann diese Häuser besichtigen und bekommt einen Einblick in das Leben von damals...hat uns sehr gut gefallen!

Nach dem Ausflug in die Vergangenheit ging es am nächsten Tag wieder in der Gegenwart weiter und wir sind auf die Great Ocean Road gefahren. WOW! Eindrückliche Küsten mit Kunstwerken der Natur...überall die schönen Lehmstein Verformungen, das türkisblaue Wasser....wirklich wunderschön! Natürlich haben wir bei jedem Lookout gehalten und haben uns alles angeschaut und so sind wir am ersten Tag auf der Great Ocean Road nur bis nach Port Campbell gekommen. Port Campbell ist etwa 10 Minuten von den berühmten 12 Aposteln entfernt....sind dann am Abend auch noch zu den Aposteln gefahren, aber das Licht war nicht mehr so gut, so dass wir am anderen Morgen früh nochmals hin sind und die Apostel noch einmal richtig geniessen konnten.

Leider ist am nächsten Tag das Wetter etwas schlechter geworden...kalt und Regen...nun gut, wir sind los gefahren Richtung Cape Otway. Das ist ein Leuchtturm in einem National Park und in diesem Park soll es auch ganz viele wilde Koalas geben. Ja die gab es dort wirklich....auf jedem Baum sass ein Woll-Knäuel und da das Wetter etwas kühl war, haben sich natürlich alle eingemuschelt und geschlafen. Und ja, falls die Frage bei euch aufkommt, wie die das machen mit dem auf Toilette gehen....also, die lassens einfach laufen, auch wenn die schlafen....da kommt einfach so eine Fontäne vom Baum..... :-) (Konnten rechtzeitig ausweichen) Den Leuchtturm haben wir uns nicht angesehen...die freundliche Dame an der Kasse, wollte 17.50$ für einen Besuch. Wir fuhren dann weiter auf der Great Ocean Road und kamen an die Surfcoast...das Wetter war etwas besser, einfach noch bedeckt, aber eben kein Strand-Wetter und so sind wir dann ziemlich weit gefahren bis nach Anglesea. Dort blieben wir eine Nacht und machten dann weiters nach Torquay...die Gründungsstätte von Rip Curl und ein sehr bekannter und beliebter Ort für Surfer. Es gibt viele Surfstrände hier und Surf-Shops ohne Ende...sogar ein Surf Museum. Dieses haben wir besucht und etwas von der Geschichte des Surfsports erfahren.

Ja und dann wollten wir eigentlich weiter fahren auf ie Bellarine Peninsula.........aber unser Auto hat schlapp gemacht....der Anlasser ist kabutt....wir haben via Spaceship die Road Assistance angerufen und da kam dann ziemlich schnell ein Helfer vorbei und hat das Auto auch zum Laufen gebracht, aber meinte, dass wenn wir den Motor ausschalten, es sein kann, dass der Motor nicht wieder anspringt....das Auto müsste in die Garage. Mit Spaceship haben wir dann eine Garage hier in Torquay gefunden, welche das Auto heute repariert und wir können es vermutlich bald abholen.
Dafür ist nachher alles wieder im Lot und wir sollten ohne Pannen noch die weiteren Wochen hier in Australien geniessen können.
Ihr hört wieder von uns :-)
Liebe Grüsse
Barbara & Maxie

Dienstag, 8. März 2011

Schlemmer-Tage im Barossa Valley

Hallo ihr Lieben!
Hier wieder ein Lebenszeichen von uns!
In Port Augusta haben wir uns wieder an die Zivilisation gewöhnt nach unserer Zeit im Outback.
Es war ein gemütliches kleines Fischer-Städtchen und wir wollten eingentlich noch eine Flussfahrt machen, da war dann aber kein Käpten ausfindig zu machen.
Da sind wir dann einfach nach 2 Tagen weiter Richtung Port Piri. Das war so ein ähnliches Städtchen und es war so heiss, dass wir am Nachmittag bei unserer Ankunft nichts anderes machen konnten, als im Schatten zu sitzen. Haben das Städtchen dann am nächsten Tag bei einem Morgenspaziergang auskundschaftet.
Gabs nicht viel zu sehen... ein Strässchen mit schönen alten kolonial Häusern und ein kleiner Hafen.

Wir sind dann weiter ins Clare Valley. Dort warn schon die ersten kleineren Weinfelder anzutreffen, aber das war kein Vergleich zum Barossa Valley in das wir danach sind. Haben uns 3 Tage in Tanunda vergnügt. Das ist so das Herz vom Barossa und dort haben wir viele Weingüter besucht und immer mal wieder eine Weinprobe genossen. Hatten uns für einen Tag Räder gemietet, das war schon besser, denn es summiert sich dann doch mit dem Wein den man durch den Tag durch so trinkt.
Ein Weingut war sogar etwas berühmtes für Australien. Es hiess "Meggie Beer" und wie sich rausstellte, ist Meggie eine ältere Frau die ihre eigenen TV-Kochshow hat. Da war auch gleich mehr los mit Besuchern und wir warn gerade zur richtigen Zeit eingetroffen, denn es wurde live gekocht udn man konnte zugucken und probieren. War lecker, aber die Meggie hat auch ihre eigene Produkt-Kette und da war die Kochshow fast schon wie "Schleich-Werbung". Meggie ist vor allem berühmt für ihre verschiedenen Pasteten....sie verarbeitet sozusagen alles, was ihr zwischen die Finger kommt zu Pastete....Phasan-Pastete, Enten-Pastete, Huhn-Pastete....wir hatten Glück und konnten ihr entkommen. ;-)

Ja und eigentlich wollten wir in den Weingebieten beim "Wümmen" mithelfen, aber leider war das Wetter die letzten Wochen so schlecht, dass die Weinernte erst so in 2-3 Wochen statt findet und dann kommt noch hinzu, dass 90% maschinell geerntet wird. Höchsten bei ganz kleinen Weingütern würde die Chance bestehen mitzuhelfen....mal sehen, wir haben noch einzelne Weinregionen vor uns, vielleicht klappt es ja doch noch. :-)

Auf dem Campingplatz haben wir dann sogar noch Schweizer aus Barbaras Nachbardorf "Uhwiesen" getroffen. War schon komisch als wir das festgestellt haben. Hatten dann noch einen schönen gemütlichen Abend zusammen in der Camp-Küche und haben einige Schweizer-News ausgetauscht, die wir seid September "verpasst" haben.
Was auch noch auf dem Campingplatz anzutreffen war, waren eine menge kleine Hasen. Die sind dort überall rumgehoppelt, aber streicheln konnte man sie nicht.
Nach unsere Weintour sind wir weiter nach Lobethal und Hahndorf (klngt ja garnicht deutsch ;-))
Das sind Dörfer von Deutschen-Siedlern und die Häuser sind auch wirklich so wie in Deutschland. Es kam uns vor, als wären wir im Spree- oder Schwarzwald oder sonst wo... war auch mal wieder schön.
Wir haben es uns Abends dann auch lecker schmecken lassen bei Bratwurst, Sauerkarut und einem Münchner Bier. Am nächsten Früh gabs dann beim Deutschen-Bäcker wars zum Frühstück und noch bisschen was Süsses auf den Weg nach Adelaide.

Dort angekommen hatten wir auch gleich Besuch an unserem Mobil vom kleinen Entchen. Der Campingplatz lag neben einem Kanal und da kamen die hungrigen Enten angewatschelt.
Der Kleine hat dann natürlich gleich sein eigenes "Kelloggs-Schälchen" von uns gekriegt und hats sichs schmecken lassen. (Ich hab ja sowieso schon Übung mit Enten-Aufzucht)
Der Campingplatz war gleich neben einer Bushaltestelle und da haben wir den Bus genommen und uns den Stress erspart mit dem Auto in die Stadt zu fahren.
Adelaide ist ungefähr so gross wie Zürich und auch schön am Fluss gelegen. Es hat uns gut gefallen und war wirklich gemütlich... Wir hatten schönes Wetter uns sind einfach durch die Stadt gebummelt.
Nach 2 Tagen Adelaide sind wir via einem Tierpark Richtung "Limestone Coast" gefahren.
Der Tierpark war ganz schön gelegen mit Ausblick über die Stadt und mit allen lokalen Tieren.
Wir waren mal wieder zur rechten Zeit am rechten Ort und konnten gleich ein Foto mit dem Koala Bär machen und sogar bisschen streicheln. War eine alte Lady "Rusty" die schon 12 Jahre alt ist und im Park geboren. Der Tagesablauf von den Koalas besteht ja nur aus Essen und Schlafen. Das sind wirklich ganz grosse Faulpelze aber lieb.
Es sind auch ganz viele Kangeroos im Park rumgehoppelt die man alle streicheln und füttern konnte. War schon ein tolles Erlebniss für uns.
Was wir lieber nicht angefasst haben, waren die Tasmania Devils, das sind so kleine schwarze Bärchen, die Wumbats, das sind so Schweinchenartige Viecher mit viel zu kurzen Beinen...die sahen ganz lustig aus, aber beissen gerne zu und zur guter Letzt waren auch noch Dingos im Park welche wirklich wie Hunde aussehen, aber ein viel ausgeprägteren Jäger und Revier Instinkt haben.

An der Limestone Coast sind wir jetzt, in Mount Gambier um genau zu sein. Angefangen haben wir in Meningie wo es noch ganz schön warm war und ich sogar ins Meer banden bin und jetzt, zwei Tage später ist es recht frisch und regnet seid gestern Abend.
Gestern waren wir in Robe wo wir noch ein kleinen Pinguin am Strand getroffen hatten und heute stecken wir im Nebel am BlueLake in Mount Gambier. Das ist so ein Krater mit wirklich ganz schönen tief-blauem Wasser. Wollen Morgen eine Wanderung machen um den See, haben ja die Wanderschuhe und die Regenjacke auch im Gepäck.
Ganz liebe Grüsse und bis bald.
Maxie und Barbara